Sonntag, 14. Dezember 2014

Dezembertreffen



Am kommenden Mittwoch, dem 17. Dezember wollen wir uns um 19.00 Uhr im Restaurant Helena in Abbenrode zu so einer Art Weihnachtsfeier treffen (Anmeldung wg. Essen bitte schnellstmöglich an ulrike.siemens@online.de). 
Wir haben dieses Jahr eine Menge Zeit und Kraft in unser Engagement gegen Fracking und auch gegen die Handelsabkommen gesteckt. Zum Glück nicht ganz vergebens, denn die Themen sind stark in den öffentlichen Focus gerückt. Leider sind die Ergebnisse bei der Fracking-Gesetzgebung nicht so, wie wir sie uns gewünscht hätten, da die Öl- und  Gaslobby ihren Einfluss massiv geltend gemacht hat. Bisher ist aber noch nichts endgültig entschieden und wir müssen auf alle Fälle weiter am Ball bleiben und dafür sorgen, dass Entscheidungen nicht an der Öffentlichkeit vorbei getroffen werden können.

Montag, 8. Dezember 2014

Anschreiben an MdB

Letzte Woche ging im Namen von ca. 90 Initiativen, Verbaenden etc. folgender Brief an die Mitglieder des Deutschen Bundestags raus:





Initiativen gegen Fracking in Deutschland – resolution-korbach.org/
APPELL:
Stimmen Sie für ein konsequentes Fracking-Verbot!
An
die Damen und Herren Mitglieder des Bundeskabinetts und Bundestags
Cc/ UmweltministerInnen der Länder; Presse
Deutschland,   . Dezember 2014
Sehr geehrte Damen und Herren,
nach nunmehr drei Jahren Recherche und Konsultation will die Bundesregierung der umstrittenen Fördermethode Fracking einen "stabilen Rechtsrahmen" geben, anstatt ein konsequentes Verbot zu erlassen. Dabei trifft sie nicht viel mehr als rechtliche Klarstellungen für Schutzgebiete, die bereits jetzt vor solchen Eingriffen geschützt sind. Zusätzlich wird das Gesetz bewirken, dass in weiten Teilen Deutschlands gefrackt werden darf, obwohl den BürgerInnen gleichzeitig suggeriert wird, dass man einen höheren Schutz vor Fracking schaffen oder es gar verbieten möchte.
Dabei soll das Fracking in dichtem Sandstein (tight Gas/Öl) zulässig bleiben. Fracking-Vorhaben in Schiefer oder Kohleflözen sollen zu Forschungszwecken und sogar zu kommerziellen Zwecken stattfinden können, wenn sie von einer „Expertenkommission“ als "unbedenklich" eingestuft wurden. Diese Kommission soll mehrheitlich mit „Sachverständigen“ besetzt werden, deren Forschungseinrichtungen unmittelbar von Drittmittelaufträgen der Erdgasindustrie abhängen oder in deren Kuratorien Vertreter der Erdgasindustrie maßgeblich auf die Haltung der Fachorgane Einfluss nehmen können.
Das giftige und stark salzhaltige Lagerstättenwasser soll weiterhin in den Untergrund verpresst werden dürfen.
Fracking zur Aufsuchung und Gewinnung von Kohlewasserstoffen ist weder umweltverträglich zu handhaben noch ist es energiepolitisch erforderlich noch wirtschafts-/sozialpolitisch sinnvoll. Einige der gewichtigsten, mehrfach im Laufe der letzten Jahre dargelegten sachlichen und fundierten Argumente haben wir in der beigefügten Anlage zusammengefasst.
Im Dezember 2014 sollen die Länder und Verbände angehört und Anfang Februar soll das Gesetzespaket in das Bundeskabinett eingebracht werden. Als BürgerInnen und WählerInnen, die für nachhaltiges Wirtschaften und eine intakte Umwelt Partei ergreifen, appellieren wir an Sie:
Stimmen Sie keinen Gesetzentwürfen zu, die Fracking-Vorhaben erlauben!
Machen Sie mit Ihrer Stimme klar, dass der Schutz des Trinkwassers, der Lebensumwelt, der menschlichen Gesundheit, des Klimas und die dezentrale, kommunale Umsetzung der Energiewende Vorrang vor den Interessen der Unternehmen haben!
Wir bauen auf Ihre vernünftige Entscheidung gegen Fracking!
Mit freundlichen Grüßen
Die unterzeichneten Initiativen, Verbände etc.

Sonntag, 7. Dezember 2014

noch mal TTIP



Im Zusammenhang mit dem aktuell viel diskutierten Freihandelsabkommen zwischen Europa und den USA wird von Seiten der Politik eine Fülle von Vorteilen propagiert. So wird in Deutschland auf die Schaffung von Arbeitsplätzen verwiesen. Die CDU verspricht beispielsweise 1,3 Mio. Arbeitsplätze in Europa, 200.000 davon in Deutschland. Grundlage für solche Aussagen sind häufig Studien von Wirtschaftsforschungsinstituten, die durch ihre „unabhängige Expertise“ die Vorteilhaftigkeit des Vorhabens untermauern sollen. So verhält es sich auch bei TTIP.
Die in der Debatte führenden, meist von der Europäischen Kommission beauftragten Studien, gehen davon aus, dass die Arbeitslosigkeit nicht zunimmt. Bei der vom Bundeswirtschaftsministerium initiierten Studie des Ifo-Instituts - auf der die seitens der CDU benannten Daten beruhen dürften – sollen am Ende sogar Arbeitsplätze geschaffen werden.
Doch es gibt auch Studien, die zu der Erkenntnis gelangen, dass genau das Gegenteil der Fall sein wird. So kommt das österreichische Forschungsinstitut OEFSE bei einer wissenschaftlichen Überprüfung der in diesen Studien angewendeten Verfahren und Annahmen zu dem Ergebnis, dass „diese sehr optimistische Schätzung auf fragwürdigen Annahmen beruht.“ Es wird beispielsweise davon ausgegangen, dass Personen, die durch TTIP vorübergehend ihren Arbeitsplatz verlieren – laut CEPR Studie zwischen 430.000 und 1,1 Millionen Personen – umgehend wieder einen neuen Arbeitsplatz finden; und dies ohne nennenswerte Auswirkungen auf ihr Einkommen oder auf die öffentlichen Haushalte. In der Realität ist es aber so, dass freigesetzte Arbeitskräfte an ihrem neuen Arbeitsplatz weniger verdienen, beträchtliche Umschulungskosten anfallen können und ein Teil – vor allem ältere und weniger qualifizierte Arbeitskräfte – längere Zeit arbeitslos sein werden.
Auch beim NAFTA-Abkommen zwischen den USA, Mexiko und Kanada wurden deutliche Zunahmen versprochen, im Nachhinein beziffern Studien „die Zahl der auf Grund von NAFTA freigesetzten Arbeitskräfte in den USA mit 600.000 – 1,2 Millionen, das sind bis zu 10% aller Arbeitsplatzverluste in den USA zwischen 1993 und 1999. In Mexiko sind die Arbeitsplatzgewinne in der verarbeitenden Industrie auf Grund steigender Produktivität eher gering, während Arbeitsplatzverluste in der Landwirtschaft bis zu ein Sechstel der Gesamtbeschäftigung betragen. Etwa eine Million Arbeitsplätze gingen in der Maisproduktion in den ersten zehn Jahren seit Inkrafttreten von NAFTA verloren.“ (OEFSE) Die neueste Studie der Tufts University aus den USA prognostiziert für Deutschland rund 130.000 zusätzliche Arbeitslose und Einkommensverluste für die Arbeitnehmerseite.
Es gilt, die politischen Entscheidungsträger anzusprechen  und auf diese Umstände hinzuweisen und  sie damit an ihre Verantwortung zu erinnern. Dabei ist jeder Bürger aufgefordert mitzumachen. Eine Möglichkeit dazu bietet die Selbstorganisierte Europäische Buergerinitiative, die derzeit schon mehr als 1 Mio Unterschriften gesammelt hat.

Links:
Selbstorganisierte Europäische Bürgerinitiative:  https://stop-ttip.org/de/unterschriften-nach-mitgliedsstaaten/

Dienstag, 25. November 2014

Novembertreffen



Die BI kein frack in wf trifft sich am Mittwoch, den 26. November um 19.30Uhr im DGH in Abbenrode zu ihrer monatlichen Diskussionsrunde. Ganz aktuell ist diesmal der neue Entwurf für ein Gesetz zur Regulierung von Fracking  http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/B/brief-gabriel-und-hendricks-zu-fracking,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf  , der eine Reihe von Fragen aufwirft und gegenueber dem ersten Entwurf deutlich wirtschaftsfreundlicher und damit in unseren Augen umweltfeindlicher ist. 
Ebenfalls ganz frisch ist die Vorgabe zur CO2-Einsparung, die Auswirkungen auf Art, Anzahl und Betrieb der mit fossilen Rohstoffen wie Kohle und Gas betriebenen Kraftwerke haben wird.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/kohle-regierung-erwaegt-co2-einsparziel-fuer-energiekonzerne-a-1004456.html
Dauerthemen sind nach wie vor die Handelsabkommen CETA (EU und Kanada) und TTIP (EU und USA), zu denen es immer mehr Studien gibt, die die Vorteile als eher gering bis sehr gering einschätzen und die Risiken damit als unverhältnismäßig hoch (siehe unten).

Das letzte Treffen der BI in diesem Jahr findet am 17. Dezember statt mit Jahresrückblick und Vorschau auf geplante Aktivitäten.

Sonntag, 9. November 2014

Studien zu TTIP

Es gibt mittlerweile eine Reihe von Studien zu TTP, die zu z.T. recht unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Hier mal eine Analyse von der amerikanischen Tufts-Universität, die zu einem sehr ernüchternden Ergebnis kommt: demnach würde TTip eher Arbeitsplätze kosten und zu sinkendem Lohn führen. Leider gibt's die Studie + die Zusammenfassung bisher nur auf englisch:

Studie: 
http://www.ase.tufts.edu/gdae/Pubs/wp/14-03CapaldoTTIP.pdf
Zusammenfassung: 

http://www.ase.tufts.edu/gdae/Pubs/wp/14-03CapaldoTTIP_ES.pdf

Montag, 3. November 2014

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Veranstaltung im Naturhistorischen Museum in BS

 und hier ein Veranstaltungshinweis:

http://www.gfn-bs.de/index.php?id=13

Veranstaltungen der Gesellschaft für Naturkunde e.V.

Mittwochvorträge:
Jeden Monat veranstalten wir im Naturhistorischen Museum Vorträge über Reisen in ferne Länder, über die heimische und exotische Tier- und Pflanzenwelt, aber auch über wissenschaftliche Fragestellungen.

Die Vorträge beginnen jeweils um 19 Uhr. Der Eintritt beträgt 3,- Euro.
Für die Mitglieder der Gesellschaft für Naturkunde e.V. ist der Eintritt kostenlos!



19. November 2014
Fracking – Eine gefährliche Technologie?

Dr. Carl-Diedrich Sattler
(TU Clausthal)

Seit dem Erscheinen des amerikanischen Dokumentarfilms „Gasland“ des Filmemachers Josh Fox im Jahr 2010 ist die Technologie des „Fracking“ auch hierzulande in den Fokus der öffentlichen Kritik gelangt. Worum geht es? Über Tiefbohrungen wird ein Gemisch aus Wasser, Quarzsand und einigen zum Teil giftigen Chemikalien unter hohem Druck in ausgewählte tiefe Gesteinsschichten gepresst, um dort Risse zu erzeugen und diese offen zu halten. Dadurch wird die Durchlässigkeit der Gesteine stark erhöht, und Erdgas, Erdöl oder Wasser können leichter zum Bohrloch fließen und an die Oberfläche gefördert werden. In den USA ist diese Technologie in den letzten Jahren extrem oft angewendet worden, um sog. „Schiefergas und -öl“ fördern zu können. Dabei wurden offenbar Sicherheitsstandards eklatant missachtet, so dass es lokal zu massiven Verunreinigungen des Grundwassers und der Luft gekommen ist; „Gasland“ dokumentiert dies u.a. mit brennenden Wasserhähnen.
Aufgrund dieser Vorkommnisse hat sich in Deutschland massiver Bürgerprotest gegen das Fracking formiert. Die Politik hat darauf reagiert und ein Moratorium verhängt, so dass Fracking hierzulande derzeit nicht erlaubt ist.
In dem Vortrag wird die Technologie erläutert und dargestellt, wie die Firmen mit dem Akzeptanzproblem umgehen. Es soll diskutiert werden, ob die Bedenken gerechtfertigt sind oder ob bei Einhaltung strenger gesetzlicher Regelungen und erforderlicher technischer Maßnahmen der Einsatz der Fracking-Technologie umweltverträglich ist und einen Beitrag zur Nutzung heimischer Gasvorkommen leisten kann.