Zum letzten Mal in diesem Jahr wollen wir uns am Dienstag, den 17. Dezember um 19 Uhr treffen, und zwar im Restaurant Helena in Abbenrode. Neben einem Rückblick auf die Aktivitäten des fast vergangenen Jahres wird es natürlich auch um die Planung für das kommende Jahr gehen. Mit TTIP und verstärkten Aktivitäten der Förderunternehmen stehen da einige Herausforderungen ins Haus. Es bleibt auch abzuwarten, wie sich die neue Bundesregierung positioniert, mit einem Energieminister Gabriel, der als Abgerdneter der hiesigen Region besonders sensibel sein sollte für Energiefragen.
Ins neue Jahr geht die BI "kein frack in wf" zudem als Mitglied im BBU, dem Bundesverband der Bürgerinitiativen Umweltschutz. Wir versprechen uns von einer Mitgliedschaft eine stärkere Vernetzung und damit auch einen größeren Einfluss auf Entscheidungen.
Montag, 16. Dezember 2013
Dienstag, 10. Dezember 2013
Vortrag und Diskussion in der TU Braunschweig
Hier jetzt - wie angekündigt - noch mal der Hinweis auf die Veranstaltung der TU, bei der auch eine Diskussion eingeplant ist:
In der gleichen Reihe findet im Januar eine Veranstaltung zum Freihandelsabkommen TTIP statt. Hier schon mal die Ankündigung:
Wegen der beabsichtigtenSchutzklauseln für Investitionen betrifft dieses Abkommen auch Fracking-Vorhaben, die an den Regierungen vorbei eingeklagt werden könnten.
Dienstag, 3. Dezember 2013
Demo in Berlin
Auch die BI "kein frack in wf" war in Berlin vertreten!!!
Nach Augenzeugenberichten (siehe oben) eine gelungene, bunte und gut besuchte Veranstaltung.
Nach Augenzeugenberichten (siehe oben) eine gelungene, bunte und gut besuchte Veranstaltung.
Mittwoch, 27. November 2013
Energiewende-Demo
weitergehende Infos unter: http://energiewende-demo.de/
Bei unserem letzten Treffen haben wir einstimmig beschlossen die Energiewende-Demo ideell und auch mit einer Spende zu unterstützen und uns auch offiziell als Unterstützer-Organisation eintragen zu lassen:
http://energiewende-demo.de/start/aufruf/unterstuetzer-organisationen/
Weiterhin kann aber natürlich auch jeder noch privat den Aufruf unterschreiben und so die Demo unterstützen.
Schon mal vormerken:
Am Montag, den 16. Dezember 2013 findet im Hörsaal PK 4.4 der TU Braunschweig, Pockelsstraße 4 in Braunschweig eine Veranstaltung mit dem Thema
Fracking - ist die Erprobung das Risiko wert?
Freitag, 15. November 2013
Themen im November
Wie angekündigt hier jetzt die Themen, mit denen wir uns bei unserem Novembertreffen befassen werden:
- Bestandsaufnahme des „Global Frackdown“, also des weltweiten Anti-Fracking-Tages im Oktober, bei dem Mitglieder der BI einen Infostand des „AK Fracking Braunschweiger Land“ auf dem Kohlmarkt unterstützt haben,
- der Brief an „unseren“ Bundestagsabgeordneten Sigmar Gabriel,
- das vorläufige Ergebnis der Koalitionsverhandlungen zu den geplanten Änderungen des Genehmigungsverfahrens für Erdgasbohrungen (siehe Bild unten, Quelle: http://www.gegen-gasbohren.de),
- der „SolarDachAtlas“, den der Zweckverband Großraum Braunschweig letzte Woche vorgestellt hat und über seine Möglichkeiten,
- die Vernetzung mit anderen BI zum verbesserten Informationsaustausch,
- die geplante Großdemo mit Umzingelung des Kanzleramts am 30. November in Berlin, die unter dem Motto steht: Sonne und Wind statt Fracking, Kohle und Atom! (Infos unter http://www.energiewende-demo.de/)
- die Auswirkungen der Off-Shore-Erkundungspraxis mit ihren gigantischen Schallwellen,
- das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA und seine möglichen Auswirkungen auf Vorhaben der Öl- und Gasindustrie.
Donnerstag, 14. November 2013
Treffen im November
Das nächste BI-Treffen findet am 19. November um 19.30 Uhr im DGH in Abbenrode statt.
Dies schon mal als Vorankündigung; eine Übersicht über die geplanten Themen folgt in Kürze.
Dies schon mal als Vorankündigung; eine Übersicht über die geplanten Themen folgt in Kürze.
Montag, 4. November 2013
Brief an MdB Sigmar Gabriel
Wir haben heute den folgenden Brief an Sigmar Gabriel geschickt in der Hoffnung, dass er sich in den Koalitionsverhandlungen gegen Fracking positioniert.
Sehr geehrter Herr Gabriel,
wir wenden uns heute an Sie als unseren direkt gewählten
Bundestagsabgeordneten mit einem Anliegen, das die hiesige Region – Ihren
Wahlkreis – aber auch ganz Niedersachsen in besonderem Maße betrifft. Wir haben
uns als Bürgerinitiative, wie viele andere bundesweit ebenso, zusammengefunden,
um die Förderung unkonventionellen
Erdgases zu verhindern.
Gerade im Bereich „zwischen Harz und Heide“ haben wir ja
reichlich Erfahrung mit Bergbau und mit Energiegewinnung und kennen die damit
verbundenen Schattenseiten leider auch sehr genau:
- jahrhundertelanger Bergbau im Harz hat dazu geführt, dass der Okerschlamm immer noch stark mit Schwermetallen belastet ist;
- Braunkohletagebaue bei Helmstedt und Schöningen haben tiefe Wunden in der Landschaft hinterlassen;
- Braunkohlekraftwerke haben jahrelang für erhebliche Luftverschmutzung und einen starken CO2-Ausstoß gesorgt;
- die Atommülllager Morsleben und Schacht Konrad - mit allen ungeklärten Problemen – befinden sich in der Region;
- das ganz besondere Highlight ist natürlich die Asse, die ein Paradebeispiel für Hybris, Leichtsinn, Arroganz und Technikgläubigkeit darstellt und noch auf Jahrzehnte hinaus gewaltige Kosten verursachen wird, möglicherweise auch bisher nicht für möglich gehaltene irreparable Umweltschäden.
Mit dem Wissen um diese Probleme haben wir 2011 zu unserem
Erstaunen und auch Entsetzen festgestellt, dass eine „moderne“ Art der
Energiegewinnung von den Öl- und Gaskonzernen geplant war und dass dafür in
Niedersachsen auch schon Konzessionen vergeben waren. Dies war ohne Beteiligung
der Öffentlichkeit geschehen, weil ein veraltetes Bergrecht dies nicht vorsah.
Vordergründig ist im Braunschweiger Land die Gefahr der
Schiefergasgewinnung durch Fracking vorerst gebannt, weil die Konzessionen
zurückgegeben worden sind; allerdings müssten nach derzeitiger Rechtslage bei
entsprechender Antragstellung sofort wieder Konzessionen und auch Genehmigungen
zur Erkundung und Aufsuchung erteilt werden.
Seit geraumer Zeit versuchen die Öl- und Gaskonzerne mit
Halbwahrheiten wie „Fracking wird in
Niedersachsen schon seit den 60er Jahren ohne Umweltschäden betrieben“ und
Angstmache wie „ohne heimisches Erdgas
steigen die Strompreise noch stärker an“ die Bevölkerung positiv auf eine
geplante Exploration einzustimmen.
Außer Acht bleiben dabei die vielen sehr kritischen
Gutachten renommierter Institutionen, die vor den Risiken dieser
Fracking-Technologie warnen, die längst nicht so ausgereift und risikolos ist,
wie die Konzerne behaupten:
- Fracking mit Horizontalablenkung der Bohrung und dem flächigen Aufbrechen des Gesteins ist eine relativ neue (< 20 Jahre) Entwicklung aus den USA, die überhaupt erst die Gewinnung von Gas aus unkonventionellen Lagerstätten wirtschaftlich macht;
- bei der Öl- und Gasgewinnung sogar aus konventionellen Lagerstätten ist es auch in Deutschland immer wieder zu teils erheblichen Umweltschäden gekommen, unter anderem in jüngster Zeit durch ungeeignete Rohrleitungen, durch die Benzol in den Boden gelangen konnte;
- in der Nähe von gefrackten Gasbohrungen (nur Fracking an Vertikalbohrungen, also punktförmig und nicht flächig) ist es zu Erdstößen gekommen, die mit der Gasförderung in Verbindung gebracht werden;
- eine Überwachung der Fracking-Arbeiten ist nur indirekt möglich; die Rissausbreitung kann zwar simuliert werden, hält sich die Geologie allerdings nicht an die Simulation, kann nur noch Schadensbegrenzung betrieben werden;
- Langzeitaussagen zu Folgen und Risiken können noch gar nicht gemacht werden, weil auch in den USA die Technik noch nicht lange genug angewendet wird;
- in den USA rechnet sich das Verfahren vermutlich nur, weil es kaum Umweltauflagen gibt und die Öl- und Gasfirmen häufig verbrannte Erde zurücklassen;
Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen über die nicht
gesicherte Entsorgung des hochgiftigen Flowbacks bis hin zur im Vergleich zu
konventionellem Erdgas sehr schlechten CO2-Bilanz.
Wir möchten Sie als unseren Abgeordneten und als
Verhandlungsführer der SPD bei den Koalitionsgesprächen bitten, die
Energiewende voranzutreiben und dabei auf erneuerbare Energien zu setzen.
Wirken Sie bitte daraufhin, dass es eine Abwendung von fossilen Energieträgern
gibt und damit auch keine Förderung unkonventionellen Erdgases. Das fossile
Zeitalter würde damit nur auf eine wirtschaftlich fragwürdige und für kommende
Generationen sehr riskante Weise verlängert.
Machen Sie sich bitte dafür stark, dass das geltende
Bergrecht zeitgemäß novelliert wird und als EU-weite Mindestanforderung eine
UVP für alle bergbaulichen Vorhaben – z.B. unabhängig von der Gasfördermenge –
eingeführt wird.
Wir bedanken uns für Ihre Mühe und Ihr Interesse und stehen
natürlich gerne jederzeit zur Verfügung für Rückfragen.
Mit freundlichen Grüßen
Ulrike Siemens für
BI kein frack in wf
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